Oberdeichgraf Hans Dohrn Oberdeichgraf Hans Dohrn

Geschichte

1862 wurde der Wesselburenerkoog eingedeicht und im Jahre 1863 besiedelt.

Politisch und wirtschaftlich bewegte und schwierige Zeiten sind seit dem vergangen.

Die Naturgewalten bedrohten wiederholt unsere Küste und mehrmals schien es, als wollten sie das aus dem Meer von Menschenhand abgerungene Land zurück erobern.

Allgegenwärtig und von uns allen noch in Erinnerung ist die Sturmflut im Februar 1962. Unser Koog schien verloren, als dann doch in der Nacht zum 18.2.1962 die große Flut zurück ging und uns vor großer Not und Bedrängnis bewahrte.

Es war aber dennoch die Geburtsstunde unseres heutigen Eidersperrwerkes auch ”Eiderabdämmung” genannt, als einmalige Touristenattraktion an der Nordseeküste.

Der Hintergrund aber dieser seinerzeit größten Wasserbaumaßnahme war, laut Kabinettsbeschluß der damaligen Regierung des Landes Schleswig-Holstein vom 11.3.1963, eine großzügige Neuplanung eines ausreichenden Hochwasserschutzes an der Westküste und an den Tideflüssen in Angriff zu nehmen.

Der Generalplan, Deichverstärkungen, Deichverkürzungen und Küstenschutz wurde in Schleswig-Holstein aufgestellt.

Unter dem Vorsitz des Kögers und seinerzeitigen Sielverbandsvorstehers C.H. Schmielau wurde eine ”Stellungnahme” zu den Problemen des Küstenschutzes abgegeben.

Durch Verstärkung der Deiche als Flankensicherung der stark gegliederten Küste, sowie die Abdämmung von Tideströmen und Abschneiden von Buchten würde man eine erhebliche Verkürzung der Deichlinie, somit auch eine wesentliche Kostenersparnis in Puncto Küstenschutz erzielen.

Das Bauvorhaben wurde in den Jahren 1967 bis 1973 durchgeführt.

Am 20.März 1973 war die feierliche Einweihung des Jahrhundertbauwerkes.

Der Tidestrom kann durchgelassen, Sturmfluten können ausgesperrt und die Wasserstände können im Interesse der Entwässerung und Schiffahrt geregelt werden.

4,5 km lang ist der Eiderdamm und das Sperrwerk. Es ersetzt die alte Eiderabdämmung in Nordfeld bei Friedrichstadt.

62 km Landschaftschutzdeiche auf Eiderstedter und Dithmarscher Seite konnten so zu Mitteldeichen (d.h. 2. Deichlinie) abgestuft werden. Im Damm selbst befindet sich das Sielbauwerk mit 5 Öffnungen á 40m Breite und eine Schiffahrtsschleuse.
Die Straße auf der Binnenseite des Dammes mit einemTunnel im Bereich des Sielbauwerkes ergab eine vorteilhafte Verbindung von Dithmarschen nach Eiderstedt. Die Touristikströme können nun z.B. den Badeort St.Peter-Ording mühelos und schnell erreichen.

Wir Köger sind dankbar über die Errungenschaft des Eidersperrwerkes, sind wir doch seit dem nicht mehr so von der Außenwelt abgeschnitten; für Gewerbe und Tourismus ein enormer Gewinn für unsere Region.

Hinzuweisen in diesem Zusammenhang ist auf unsere Chronik ”Land aus dem Meer. Einhundertfünfundzwanzig Jahre Wesselburenerkoog”.

Viel Geschichtliches ist noch über den Koog zu berichten. Dies soll ein Anfang sein. Vieles ist noch nachzutragen. Wesentliches und Interessantes aus dem Koog wird hier unter ” HISTORIE ” nachgereicht und nachverfaßt, und so soll zum 150 jährigen Bestehen des Kooges im Jahre 2012 eine neue Chronik der Gemeinde Wesselburenerkoog entstehen.

” Schaun wir mal ”

Deichgraf 1940 - 1946 F. Fricaius
Deichgraf 1946 - 1974 H. Dohrn
Sielamtsvorsteher 1974 - 1992 H. Wisch
Sielamtsvorsteher 1992 - 2006 C.H. Schmielau

Oberdeichgraf des Deich- u. Hauptsielverbandes Dithmarschen Nord 1962 - 1972
C. H. Schmielau

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Sielverbandsvorsteher
C.H. Schmielau